Mini kaputt? Keine Panik – fast alles lässt sich retten!
Das passiert den Besten von uns – ein abgebrochener Arm, eine glänzende Stelle nach dem Lackieren oder eine Base, die plötzlich Risse bekommt.
Ich arbeite seit Jahren an Auftragsmalereien und kenne jede Art von Mini-Drama: Sekundenkleber-Finger, zerbrochene Bases, Farbfehler nach Mattlack.
Das Gute daran? Mit den richtigen Techniken und Werkzeugen kannst du fast jeden Schaden reparieren – ohne das Modell neu bemalen zu müssen.
In diesem Artikel lernst du:
wie du Brüche und Risse dauerhaft klebst (inkl. Pinning)
wie du Farbfehler ausbesserst, ohne alles zu strippen
und wie du Bases reparierst oder stabilisierst, damit sie besser halten als vorher
Kurz gesagt: Dieser Guide ist dein Erste-Hilfe-Koffer für Miniaturen aus Resin, Plastik oder Metall – praktisch, erprobt und absolut anfängerfreundlich.
Miniaturen bemalen ist Kunst – aber Miniaturen reparieren ist Magie.
Und heute wirst du zum Zauberer. 🪄

Mini kaputt? Keine Panik – fast alles lässt sich retten!
Ein abgebrochener Arm, eine glänzende Stelle im Lack oder eine Base, die Risse bekommt – das passiert einfach jedem.
In diesem Guide zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Plastik-, Resin- und Metall-Miniaturen reparierst, Farbfehler ausbesserst und Bases wieder stabil bekommst.
Egal, ob Einsteiger oder erfahrener Maler – hier findest du Lösungen, die funktionieren.
Wie du Brüche dauerhaft klebst (inkl. Pinning-Technik)
Wie du Farbfehler behebst, ohne alles neu zu bemalen
Wie du Bases reparierst oder aufwertest, damit sie stabiler als vorher sind
Welche Werkzeuge & Kleber sich wirklich lohnen
Und wie du Fehler vermeidest, die dir sonst jede Reparatur ruinieren
Wenn gerade etwas abgebrochen ist – mach das hier zuerst:
Atme durch. Miniatur-Reparatur ist keine Katastrophe.
Sammle alle Teile ein. Selbst winzige Stücke können nützlich sein.
Kontaktflächen reinigen. Mit Isopropanol (90 %) und Wattestäbchen.
Trockenprobe. Passform prüfen, bevor du klebst.
Warte mit dem Kleber, bis du genau weißt, wie alles sitzen muss.
💡 Wenn du das beherzigst, sparst du später viel Frust.
Bevor du zum Kleber greifst, prüfe dein Material:
Plastik (PVC, HIPS): leicht biegsam, milchig beim Schneiden
Resin: hart, leicht spröde, feine Details
Metall: schwer, kalt, glänzend
Warum das wichtig ist?
Weil jeder Werkstoff anders auf Kleber reagiert – und das entscheidet, ob deine Reparatur hält.
| Material | Empfohlener Kleber | Vorteil |
|---|---|---|
| Plastik | Plastikkleber oder dünnflüssiger CA | Verschmilzt Oberflächen |
| Resin | Gel-CA oder 2K-Epoxy | flexible Verbindung |
| Metall | 2K-Epoxy + Pinning | höchste Stabilität |
Pinning klingt fancy, ist aber ganz einfach – und rettet dir viele abgebrochene Teile.
Bohrlöcher setzen: mit Mini-Bohrer (0,5–1 mm) beidseitig.
Draht einsetzen: Stück Büroklammer als Stift.
Probe: Trocken zusammenstecken – sitzt’s gerade?
Kleben: winzige Menge Gel-CA oder Epoxy auftragen.
Nachbearbeiten: Spalten mit Green Stuff füllen, glatt schleifen, grundieren.
💬 Mein Tipp: Die Bohrlöcher leicht anrauen – so hält’s deutlich besser.
Manchmal reicht ein winziger Patzer, und man denkt: „Alles versaut!“
Aber: du musst fast nie alles abbeizen.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Fleckige Hauttöne | zu dicke Schichten | Dünne Lasuren mit Hautton auftragen |
| Glanzstellen | zu viel Lack oder falscher Mattlack | Leicht anschleifen (1500er Schwamm), dünn neu mattlackieren |
| Abblätternde Farbe | nicht entfettet vor dem Grundieren | Fläche leicht anschleifen, entfetten, neu grundieren |
| Farbverläufe ruiniert | zu viel Wasser im Pinsel | Stelle trocknen lassen, hauchdünne Lasur drüber |
💡 Kleine Farbfehler sind kein Weltuntergang – sie zeigen, dass du’s wirklich selbst gemacht hast.
Wenn du doch größere Flächen retten willst:
Ein Wattestäbchen mit Isopropanol befeuchten und betroffene Stelle ganz leicht abtupfen.
Nicht reiben – sonst löst du zu viel ab! Danach Lasur drüber, fertig.
Eine gute Base ist mehr als nur Deko – sie hält das Modell zusammen.
Risse prüfen.
Wenn’s sauber gebrochen ist: einfach mit Gel-CA fixieren.
Fehlende Stücke auffüllen.
Green Stuff oder Milliput rein, trocknen lassen, glatt schleifen.
Neu texturieren.
Mit Leim + Sand oder Texturpaste.
Versiegeln & lackieren.
So sieht’s wieder wie neu aus – oder besser.
Oft ist die Klebefläche zwischen Mini und Base zu klein.
→ Pinning hilft hier auch!
Kleines Loch in Base + Fuß, Draht einsetzen, ankleben.
So hält’s bombenfest.
Diese Dinge machen jede Reparatur einfacher:
2K-Epoxy (z. B. UHU Endfest)
Mini-Bohrer 0,5–1 mm
Büroklammer oder Messingdraht
Green Stuff oder Milliput
Schleifschwamm (1500er)
Grundierung & Mattlack
Optional:
Pinzette
Lupenlampe
Alte Zahnbürste (zum Reinigen)
❌ Zu viel Kleber.
→ Weniger ist mehr – sonst wird’s spröde oder hinterlässt Glanzstellen.
❌ Nicht entfettet.
→ Resin & Metall immer kurz mit Isopropanol abwischen.
❌ Falscher Kleber.
→ CA bei Resin/Plastik, Epoxy bei Metall.
❌ Zu ungeduldig.
→ Epoxy aushärten lassen! Nicht nach 5 Minuten anfassen.
Wie klebe ich Resin-Minis richtig?
Resin entfetten, leicht anrauen, dann Gel-CA oder 2K-Epoxy nutzen.
Kann ich Farbfehler einfach übermalen?
Ja, mit sehr dünnen Lasuren oder Filtern – sanft angleichen, nicht überdecken.
Base gebrochen – austauschen oder kleben?
In 90 % der Fälle reicht Kleben + Spachteln. Nur bei Komplettbruch neue Base.
Wie verhindere ich künftige Schäden?
Pinning bei filigranen Teilen, Minis in Schaumstoff aufbewahren, keine lose Box.
Mit Green Stuff* formst du eine kleine Wurst, drückst sie in die Bruchstelle und glättest mit feuchtem Pinsel. Trocknen lassen – und schon ist der Riss verschwunden.
Nutze feines Schmirgelpapier (Körnung 400–600), um die reparierte Stelle bündig anzupassen. Danach: Grundieren, bemalen – wie neu.
Größere abgesplitterte Teile kannst du pinnen – genau wie bei Armen. Draht durch, Kleber drauf, fixieren. Danach füllen und gestalten. So bleibt alles stabil, auch bei Transport oder Spiel.
Nutze feinen Sand, Vogelsand oder Basing-Materialien aus dem Hobbybereich. Einfach mit Weißleim auf die Base pinseln, streuen – trocknen lassen. Danach malen und Highlight setzen – fertig ist eine lebendige Oberfläche.
Kleine Teile wie Schädel, Holzstämme oder Trümmerstücke machen deine Base spannend. Mit Sekundenkleber festkleben, Green Stuff für nahtlose Übergänge nutzen – und du hast eine eigene kleine Landschaft in Miniatur.
Mit mattem Klarlack (Spray oder Airbrush) fixierst du alles – so überlebt die Base Transport, UV und Handhabung.
Feiner Sand, Vogelsand oder professionelles Basing-Material einfach mit Weißleim auftragen, antrocknen lassen und bemalen Trockenbürsten nicht vergessen – für Tiefe & Struktur.
Kleine Schädel, Holzstücke oder Trümmer machen die Base lebendig. Mit Sekundenkleber fixieren, Übergänge mit Green Stuff modellieren – und du hast eine eigene kleine Szene gebaut.
Fixiere dein Werk mit mattem Klarlack (Spray oder Airbrush). Das schützt vor Kratzern, UV-Licht und Abrieb – und deine Mini bleibt auch langfristig ein Hingucker.
Die zerbrochene Base vom Ritter
Ein prachtvoller Resin-Ritter, die Base detailreich mit Kopfsteinpflaster und zerbrochener Statue. Beim Aufstellen: Zack – die Base bricht in drei Teile. Statt zu verzweifeln, habe ich die Teile mit Draht verstiftet, Risse mit Green Stuff gefüllt und mit Texturpaste überarbeitet. Ergebnis: Der Bruch wurde zum Schlachtfeld, die Mini erzählt jetzt eine Geschichte – und niemand merkt mehr, dass da mal was kaputt war.

Diese Übersicht kannst du dir ausdrucken oder direkt an deinen Maltisch pinnen – ideal für Stressmomente, in denen jede Sekunde zählt.
Zwei-Komponenten-Epoxy
Green Stuff oder Milliput
Mini-Bohrer (0,5–1 mm) & Draht
Schleifschwamm (ab 1500er Körnung)
Pinsel, Skalpell, Pinzette
Bruchstellen reinigen & anrauen
Thin-CA für Risse, Gel-CA für Flächen
Pinning bei größeren Teilen
Nachhärten lassen – erst dann bemalen!
Leicht lasieren statt komplett neu malen
Glanzstellen mattieren (Schleifschwamm)
Mini-Stripper für punktuelles Entfernen
Farbe mit Wasser verdünnt auftragen – mehrfach, dünn!
Risse mit Green Stuff glätten
Neue Struktur mit Sand/Bits erzeugen
Mit Mattlack versiegeln
Übergänge kaschieren mit Farbe & Trockenbürsten
Mini-Stripper in der Tube
Isopropanol in kleiner Flasche
Mini-Bohrer & Draht
Green Stuff in kleiner Dose
Wattepads & Zahnstocher
📦 Tipp: Pack dein Kit in eine kleine Metallbox – robust, kompakt und jederzeit einsatzbereit.
Wenn du bis hierher gelesen hast, weißt du:
Kein abgebrochener Arm, kein Farbfehler, keine bröselige Base ist das Ende.
Im Gegenteil – es ist oft der Anfang von etwas Besserem.
Mit dem richtigen Kleber, einem Hauch Green Stuff und ein bisschen Geduld reparierst du nicht nur – du erschaffst. Fehler werden zu Battle Damage, Risse zu Details, Brüche zu Geschichten.
Und ganz ehrlich:
Diese Momente, in denen du eine scheinbar verlorene Mini rettest – sie gehören zu den befriedigendsten im ganzen Hobby.
Denn du hast nicht nur Farbe auf Plastik gebracht.
Du hast aus Chaos wieder Kunst gemacht.
Deine To‑Do nach diesem Guide:
Hol die kaputten Minis aus der Kiste
Mach Platz auf dem Maltisch
Fang an – mit Kleber, mit Mut, mit Kreativität
Und wenn du dabei Hilfe brauchst oder Produkte suchst, die dich unterstützen:
Die Empfehlungen im Text sind genau die Tools, die ich selbst verwende oder ruhigen Gewissens weitergebe.
Miniaturen bemalen ist Kunst. Miniaturen reparieren ist Magie.
Und du bist jetzt der Magier. 🪄
Dein Norbert
P.S.
Manche Minis brauchen nur einen Tropfen Kleber – andere ein bisschen mehr Liebe.
Was sie alle gemeinsam haben?
Sie warten nur darauf, dass jemand wie du sie rettet.
Also: Lass sie nicht in der Kiste versauern.
Hol sie raus, bring sie zurück ins Rampenlicht – und schenk ihnen ihr verdientes Comeback.
Wenn du dabei ein bisschen Magie brauchst: Die Tools im Artikel sind dein Zauberstab. 🪄
☕️ Transparenz-Hinweis:
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Ich empfehle ausschließlich Produkte, die ich selbst benutze oder wirklich sinnvoll finde.
Danke für deine Unterstützung – und ja, der Kaffee fließt wirklich in neue Pinsel und Green Stuff. ☕️💚
ÜBER DEN AUTOR

Norbert von argonspaintshop.com
Seit über 30 Jahren bemale ich Miniaturen – von Warhammer bis Rollenspiel, vom Drachen bis zur Basekante.
Ich liebe Details, echte Handarbeit und Zubehör, das funktioniert. Hier teile ich, was sich in meinem Atelier wirklich bewährt hat.

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